
Kronen Zeitung
RAPID-LEGENDE PECL
Selbst Diego Maradona prallte am „Eisenfuß“ ab
„Eisenfuß“ oder der „rote Robert“ Pecl. Beide Spitznamen hat sich die heute 60-Jährige Rapid-Legende redlich verdient. Der Ex-Nationalspieler plauderte über sein Duell mit Diego Maradona, sein frühes Karriereende und verriet auf wen er heuer als Meisterkandidat setzt.
Selten, dass man ihn für einen medialen Auftritt gewinnen kann. Für „Gelb-Rot, der Fußball-Talk“ und die „Krone“ machte Robert Pecl eine seiner wenigen Ausnahmen. Der 31-fache Teamspieler lief 238-mal für Rapid – und nur für Rapid – auf, musste seine Karriere verletzungsbedingt mit 29 Jahren beenden. Die Zeit hat aber genügt, um auch den legendären Diego Maradona mit seinem berüchtigten „Eisenfuß“ bekannt zu machen
Ein Spitzname, den man im Gespräch mit dem sympathischen 60-Jährigen fast nicht mehr glauben kann. „Ich hab einfach immer 200 Prozent gegeben, dem Gegner nichts geschenkt. Ich war aber nie unfair, wollte niemanden verletzen“, erinnert sich der „rote Robert“.
Der seinen zweiten „Kosenamen“ neben insgesamt 72 gelben, vor allem den beiden gelb- und acht glatt-roten Karten seiner kurzen Laufbahn zu verdanken hat. „Es gab eine Phase, da waren die Schiris, auch wegen den Medien, richtig hinter mir her. Beim ersten Zweikampf mit einem Spieler hab ich sofort eine Verwarnung gesehen. Wobei, einen zweiten hat’s meistens eh nicht mehr gegeben“, lacht Pecl, 1987 und 1988 österreichischer Meister.
Ob’s nun ein Ogris, oder doch ein Maradona war, der ihm gegenüberstand, war dem „Stopper“ völlig egal. So echauffierte sich „Goldjunge“ Diego nach dem Test-1:1 gegen Argentinien vor der WM 1990 über die harte Spielweise seines Deckers. „Ein größeres Kompliment gibt’s ja eigentlich nicht. Das letzte was ich als Verteidiger wollte, war, dass er mit mir zufrieden ist“, grinst Pecl noch heute.
Karriereende im Aufwachraum
Mit dem Kicken hat der zweifache „Krone“-Fußballer des Jahres aber schon seit drei Dekaden nichts mehr zu tun. Im neunten Profijahr teilte ihm der Hütteldorfer Teamarzt Dr. Benno Zifko im Aufwachraum nach der siebten Knie-OP das Karriereende mit. „Trainer wollte ich nie werden. Ich war noch jung, konnte in der Privatwirtschaft gut Fuß fassen.“
Als heurigen Meister tippt der Fan-Liebling übrigens, no na, die Grün-Weißen. Die heute (16.50 Uhr) in der Länderspielpause bei Regionalligist Neusiedl testen (live und exklusiv auf KroneTV und sportkrone.at). „Gelb-Rot, der Fußball-Talk“ mit Kurt Garger, Frenkie Schinkels, Hannes Steiner und dem „Eisenfuß“ finden Sie in der krone.tv-Mediathek.
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